Um das Feld der Auseinandersetzung nicht erneut den Kampagnen der Kronen Zeitung zu überlassen, gründete Public Netbase Anfang 2003 eine eigene Bürgerinitiative: Unter dem Slogan „Öffnet den Karlsplatz! Für einen Platz der offenen Kulturen“ forderte diese ein politisches Signal für eine künstlerische Neugestaltung des 21. Jahrhunderts. In Widerstreit zu gefakten Verlautbarungen der Bundesregierung, sollten die Statements in ihrer unbeholfenen Rhetorik auch auf die Verfehlungen der Kulturpolitik bezüglich des Museumsquartiers hinweisen. Der „Kunstplatz Karlsplatz“ hätte dagegen das Potenzial zu einem Kristallisationspunkt für kritische Kultur- und Mediendiskurse zu werden, zu einem Ort für non-konforme künstlerische Auseinandersetzung, der gleichsam tief in die Welt hineinragt.