Nachdem die Verantwortlichen der Stadt allerdings zu erkennen gaben, dass es sich bei ihrem visionären Konzept lediglich um eine weitere Behübschungsaktion mit einem als Leitsystem getarnten Schilderwald handeln sollte, startete Public Netbase einen erneuten Versuch der politischen Intervention: Anfang Juni 2003 wurde bei der zweitägigen Konferenz „Open Cultures“ die Forderung der Bürgerinitiative aufgegriffen und damit die Notwendigkeit einer öffentlichen Debatte über die Nutzungsmöglichkeiten des Karlsplatzes bekräftigt. Während sich im „Project Space“ der Wiener Kunsthalle die Vorstellung eines freien Informationsflusses noch verwirklichen konnte, wurde kurze Zeit darauf die soundpolitische Protestveranstaltung „free re:public“ als Ausdruck einer kritischen Jugendkultur auf diesem Wiener „Unort“ verboten.
