Mit der radikalen Konstruktion von Öffentlichkeit sollte der Karlsplatz jenseits emotional aufgeladener Worthülsen wie „Drogenplatz“ oder „Verkehrshölle“ zu einem Zentrum neuer sozialer Praxen transformiert werden. Dass es hierzu an konkreten Initiativen nicht fehlte, zeigte nicht zuletzt das „Freie Mediencamp“ [http://mediencamp.t0.or.at], welches von Public Netbase, Radio Orange 94.0, PUBLIC VOICE Lab am 27. Juni 2003 gemeinsam mit MALMOE und der IG Kultur Wien errichtet wurde und über den ganzen Sommer als symbolische Präsenz am Karlsplatz diente. Die Forderungen bezogen sich dabei auf einen von der sozialdemokratischen Stadtregierung gemeinsam mit den Wiener Grünen erarbeiteten, aber bis dato nicht erfüllten 23-Punkte-Katalog zur Schaffung und Sicherung nicht-kommerzieller Medien.
